• Wechseljahre
 

 

Die Wechseljahre - das Klimakterium, ein leidiges, unvermeidliches und äußerst kontrovers diskutiertes Thema und doch etwas, womit letztlich wahrscheinlich jede Frau irgendwann und irgendwie konfrontiert wird.

Die Beschwerden können mannigfach sein, am bekanntesten sind (so in etwa nach Häufigkeit geordnet): 

  • Reizbarkeit  (fränkisch: räudig) (92%)
  • Antriebsschwäche/Müdigkeit, oft verbunden mit beginn.Depression  (88%)
  • Depressionen  (78%)
  • Kopfschmerzen (71%)
  • Hitzewallungen (70%)
  • Vergeßlichkeit/Konzentrationsstörungen  (64%)
  • Gewichtszunahme  (61%)
  • Schlafstörungen teils erheblichen Ausmaßes  (51%)
  • Gelenk-/Rückenschmerzen  (48%)
  • Herzrhythmusstörungen/Herzrasen  (44%)
  • Weinkrämpfe  (42%)
  • trockene Scheide mit entsprechenden Problemen beim Verkehr wie Brennen/Schmerzen, dadurch konsekutiv Libidoverlust  (40 - 80%)
  • Völlegefühl/Blähbauch  (37%)
  • Schmerzen beim Wasserlassen/Reizblasensymptome  (20-45%)
  • Nachlassen der Libido (schwäbisch: Luschtverluscht) (20-70%, unterschiedliche Angaben, nach meiner Erfahrung eher im oberen Bereich angesiedelt)
  • evtl. beginnende Osteoporose, Symptome merkt man aber erst viel später     
                                                                                                                                                                 ... und vieles mehr.

Die Beschwerden kommen bei Frauen in unterschiedlichster Ausprägung und Stärke vor, manche sind nahezu "unbetroffen", andere wieder leiden unter massivsten Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Deshalb sind aber auch die Behandlungsformen ebenso unterschiedlich - sie sollten dem jeweiligen Beschwerdebild und den individuellen Risiken jeder einzelnen Frau persönlich "angepasst" sein.
Anfängliche Beschwerden können auch im Verlauf weniger Monate ohne jede Therapie wieder verschwinden, aber das ist leider nicht bei allen Frauen der Fall. 
Auch verlaufen die Ausfallserscheinungen oft wellenförmig, also sie kommen und verschwinden wieder, und das kann über einige Monate bis Jahre (!) so gehen...
Das Problem bleibt allein der Leidensdruck, wenn es Ihnen schlecht geht, sollten Sie etwas tun und mit mir sprechen, wenn es wieder besser ist, sollten wir wieder miteinander besprechen, was weiter zu tun oder zu lassen ist...
"Die oberste Instanz ist nicht eine Gruppe weiser Professoren, sondern allein Ihr Körper"  - sinngemäss nach Prof. Johannes Huber, Wien.

>>>Wer gar keine Beschwerden hat, braucht auch keine Therapie.    Allerdings bleiben hier der präventive und auch unbestreitbare Anti-aging-Aspekt auf der Strecke, siehe später.

>>>Wer nur leichtere Beschwerden hat, kommt oft erst einmal mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln aus.

>>>Wenn diese nicht (mehr) reichen, kann eine Therapie mit Progesteroncreme nach Dr. John Lee (natürliches Progesteron, aus der Yamswurzel hergestellt, als Creme) die Lösung sein. Diese Therapie hilft bei einer großen Zahl von Frauen hervorragend und öfter auch dauerhaft, leider aber nicht bei allen gleich gut und manchmal halt doch nicht ausreichend. Meist reicht die Progesterontherapie vor allem nicht aus, um die Östrogenmangel-bedingte Trockenheit und Atrophie der Scheide zu beheben, aber das geht dann ganz einfach mit  lokaler (vaginaler) Estriol-Therapie. Wenn die Progesterontherapie für den "Rest" nicht ausreichen sollte und auch nach 3 Monaten trotzdem deutliche Beschwerden vorliegen, sollten Sie auch keine Scheu vor einer "klassischen"   Hormontherapie haben, sie ist definitiv nicht so gefährlich, wie sie in den Laienmedien (sehr erfolgreich übrigens) dargestellt wurde und teilweise noch wird, näheres auch in den untenstehenden Links. Es gibt natürlich Interessengruppen, die die nicht ganz billige Hormontherapie gerne aus der Kostenerstattung heraus gehabt hätten...

>>>Daß eine "klassische" (seit weit über 40 Jahren erforschte) Hormontherapie einfach massiv positive Wirkungen und nachhaltige Vorteile hat, wird  nur höchst selten bis überhaupt nicht erwähnt. ( u.a. auf Gefäße, Haut und Schleimhäute, Knochendichte, Schlafstörungen/DepressionenDickdarmkrebs Risikoverminderung um 35-40%, Herzinfarktverminderung (!) um ebenso 35-40%, Diabetes-Typ2-Risiko 30-50% vermindert, auch ein positiver Effekt auf Altersdemenz/Alzheimer ist belegt, wenn man rechtzeitig nach Wechseljahresbeginn (<5(-max.10) Jhr) mit Hormonen beginnt)  
Siehe auch der sehr lesenswerte kurze Artikel Prof.Wenderlein
hier:

Inzwischen spricht man von einer Renaissance der Hormontherapie, die, richtig, individuell und gezielt eingesetzt, naturidentisch und möglichst niedrig dosiert, nach der heutigen Literatur kein erhöhtes Brustkrebsrisiko beinhaltet (!!!)  Siehe hier:

Ich verschreibe in der Praxis schon seit sehr langen Jahren ausschliesslich bioidentische Hormone in geringstmöglicher Dosierung (also nicht oral zum Schlucken, sondern durch die Haut und Schleimhaut, nur dadurch lässt sich eine viel niedrigere Dosis erreichen!). Natur- oder bioidentische Hormone sind komplett identisch mit den Hormonen, die Ihr Eierstock (in deutlich höheren Dosen)  bis zu den Wechseljahren selber produziert hat. Die wissenschaftliche Literatur zeigt bei naturidentischen Hormonen keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos!  

Unterm Strich ist das Benefit einer Hormontherapie ungleich grösser als das potentielle Risiko, vor allem auch im Hinblick auf die präventiven Effekte (s.o.), von denen man erst mal nichts bemerkt. Lesen Sie hierzu auch noch kurz den Widerruf der Autoren der WHI-Studie, der im April 2016 veröffentlicht wurde hier:
 
Bitte informieren Sie sich selbst ausgiebig, aber bitte nicht nur in der Laienpresse, da steht medizinisch sowieso meistens bloß wirklich echter (teilweise eben von Interessengruppen gesteuerter) Mist drin,  lesen Sie im Buchtipp (s.u.) nach, suchen Sie auch selbst  weiter im Internet,  und vor allem - - - reden Sie persönlich mit mir, ich berate Sie gerne und ziemlich ausführlich und vor allem mit dem Hintergrund der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und einfach auch aus langjähriger Erfahrung und dem Wissen stets aktueller Fortbildungen.


Buchtipp:   Alzheimer ist heilbar  von Dr. Michael Nehls    www.michael-nehls.de

 

                
zurück