IMPFUNGEN

 Impfungen

Keine andere auch noch so spektakuläre medizinische Maßnahme hat so viel Leben verlängert und Tod und Leiden verhindert wie die Impfungen!

Leider wird in Deutschland ein konsequenter Impfschutz immer mehr vernachlässigt, dabei steigen die Gefahren (z.B. einer Diphterie-Erkrankung und vieler weiterer Krankheiten) u.a. durch die Öffnung des Ostens und durch die häufig völlig vorbereitungslosen Last-minute-Fernreisen teilweise dramatisch an! 
Natürlich geht es nicht nur um den Impfschutz für Kinderkrankheiten, die  nur noch selten auftreten (eben dank der Impfungen),  sondern auch um die Erwachsenen, in deren Alter eine eigentlich "harmlose" Kinderkrankheit zu massiven Komplikationen führen kann.
Der Verzicht auf Impfungen ist zugleich ein Verzicht auf einen wichtigen Bereich der Gesundheitsvorsorge. Lebensbedrohende Erkrankungen können durch Impfungen nicht nur verhindert,  sondern weltweit völlig ausgerottet  werden, wie es bei den Pocken bereits geschehen ist.
Polio ( Kinderlähmung) und Masern sollen nach Plänen der WHO die nächsten Erkrankungen sein, die weltweit ausgelöscht werden sollen. 
Ängste vor Impfungen, Gleichgültigkeit und einfaches Vergessen haben dazu geführt, daß nur noch  jeder zweite Erwachsene in Deutschland (!) über einen ausreichenden Impfschutz  gegen die wichtigsten Erkrankungen verfügt.
Seit 1998 ist es auch Frauenärzten erlaubt (wenn sie, wie auch ich, über eine besondere Ausbildung und Qualifikation verfügen), alle Impfungen für alle Personen (also auch Männer!) durchzuführen. Bringen Sie bitte einfach zu Ihrer nächsten Untersuchung Ihren Impfpaß mit, wir werden prüfen, ob Ihr Impfschutz noch ausreicht oder ob Impflücken da sind! 
In meiner Praxis können Sie sämtliche Standardimpfungen durchführen lassen, aber auch diverse Reiseimpfungen (die in der Regel von der Kasse nicht bezahlt werden).

Standard-Impfungen:
  
Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO)  ist ein Expertengremium, das Empfehlungen für alle öffentlich empfohlenen Impfungen in Deutschland herausgibt und ständig auf den neuesten Stand bringt. So legt sie z.B. auch den Impfplan für Kinder und für Erwachsene fest.
In meiner Praxis werden alle öffentlich empfohlenen Impfungen sowie viele Reiseimpfungen durchgeführt, stets unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der STIKO. 

Die Standardimpfungen im Kindesalter umfassen die Vorbeugung gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), eventuell Keuchhusten (Pertussis), Polio (sog. Kinderlähmung), Haemophilus influenza B (Hib), Hepatitis B (chronische Leberentzündung),  Röteln und seit Juli 2004 auch gegen die Varizellen (Windpocken), evtl. auch gegen Masern und Mumps.  Für einen langdauernden Impfschutz ist es wichtig, daß jeweils eine vollständige Grundimmunisierung mit den empfohlenen Impfabständen durchgeführt wird. Ist einmal eine Grundimmunisierung durchgeführt worden, braucht sie nie mehr im Leben nochmals durchgeführt zu werden. Allerdings müssen in regelmäßigen Abständen Auffrischimpfungen erfolgen, um einen lebenslangen Impfschutz zu gewährleisten.
 

  • Bis zum 18. Geburtstag sollten alle Standardimpfungen komplett sein! Besonders wichtig auch die vollständige Hepatitis B-Impfung, die von den Krankenkassen nur bis zu diesem Alter bezahlt wird. Danach werden die Kosten nicht mehr von der Krankenkasse übernommen, und billig ist diese Impfung mitnichten!!  Also ganz wichtig: Bis zum 18. Geburtstag die Hepatitis B-Impfung fertigmachen oder zumindest beginnen! 
     
  • Im Erwachsenenalter sollen fehlende Grundimmunisierungen nachgeholt werden oder unvollständige Grundimmunisierungen  vervollständigt werden. Liegt laut Impfpaß eine dokumentierte Grundimmunisierung vor, werden die Auffrischimpfungen in den empfohlenen Abständen lebenslang durchgeführt, um die Schutzwirkung nie zu verlieren.
     
  • Ab dem 60. Lebensjahr kommen zu den Standardimpfungen die alle 6 Jahre durchzuführende Impfung gegen Pneumokokken ( =gefährliche Erreger einer Lungenentzündung) und die jährliche Grippeimpfung hinzu.
    Aktuelles zur Grippe-Impfung unter "Aktuelles"

Allgemein kann gesagt werden:
Je älter und kränker ein Mensch ist, desto mehr Impfschutz sollte er haben!

 

AUSSER:

Impfung gegen Cervixkarzinom (=Gebärmutterhalskrebs) = HPV-Impfung

 ERFREULICH:  mehrere Krankenkassen zahlen die  HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bis zum 27.Geburtstag! Einzelheiten hier:  

Seit Oktober 2006 ist der erste prophylaktische Impfstoff gegen die Verursacher des Gebärmutterhalskrebses (Cervixkarzinom) zugelassen und in Gebrauch, ein zweiter Impfstoff einer anderen Firma seit Oktober 2007. Eine revolutionäre Innovation und geniale gesundheitserhaltende Neuerung !!!  
Cervixkarzinome werden durch Humane Papillom-Viren verursacht und sind nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen bis 45 Jahren.
Weltweit erkranken jährlich etwa 500.000 Frauen an Cervixkarzinom, allein in Europa mit seinen weitreichenden Vorsorgeprogrammen sind noch ca. 33.000 (!) Neuerkrankungen und ca. 15.000 Todesfälle pro Jahr zu beklagen! In Deutschland pro Jahr ca. 6500 Neuerkrankungen, davon sind allein 2004 1660 (!) Frauen in Deutschland daran gestorben! Und in nahezu 100% aller Cervixkarzinome findet man HPV-Viren, vor allem des Typs 16 und 18, die für ca. 70% der Karzinome verantwortlich sind. Inzwischen ist gesichert, daß HPV die Auslöser des Cervixkarzinoms sind, außerdem können andere der insgesamt ca. 100 bis 150 Virustypen die allseits beliebten Feigwarzen (Condylomata acuminata, auch "Genitalwarzen oder spitze Kondylome" genannt) auslösen, die sehr häufig wiederkommen und zu über 90% von den Virustypen 6 und 11 ausgelöst werden.
Die Impfung (neu seit 2016: Gardasil 9) ist sowohl ungefährlich (!) wie auch äußerst nebenwirkungsarm, sie wirkt gegen die Virustypen 16 und 18 und jetzt neu (2016) zusätzlich gegen 5 weitere Virustypen (31,33,45,52,58) aus der Hochrisiko-Reihe sowie auch gegen Virustyp 6 und 11, also auch gegen Feigwarzen (s.o.).   Insgesamt ist eindeutig und dringend die Impfung zu empfehlen, auch wenn Bedenken in der Laienpresse veröffentlicht und diskutiert worden sind, die aber meist von generellen Impfgegnern lanciert und veröffentlicht werden. Ein Nachweis einer Schädigung durch diese Impfung ist bisher noch nie erbracht worden.
Nach heutigen Erkenntnissen bewirkt die Impfung eine langdauernde und sichere Immunität gegen die oben genannten Virustypen.
Wichtig ist, daß die (neue) Impfung „nur“ ca.90% der Karzinome verhindern kann, das heißt, daß die bisherige Vorsorge in keiner Weise überflüssig wird und auch die Intervalle gleich bleiben ! Es werden auch die meisten aller Krebsvorstufen verhindert, die man bei der Vorsorge findet und deren Beseitigung einen operativen Eingriff erfordert (Konisation/LLETZ), hier wird ein Kegel aus dem untersten und befallenen Teil des Gebärmutterhalses ausgeschnitten, was bei einer späteren Schwangerschaft die Frühgeburtenrate durch verkürzten Gebärmutterhals zur Folge haben kann.
Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) empfiehlt die generelle Impfung aller Mädchen/Frauen zwischen 9 und 17 empfohlen (also vor dem 18.Geburtstag, entscheidend für die Kostenübernahme ist die 1. Impfung vor dem 18.Geburtstag, die anderen beiden Impfungen werden dann auch nach dem 18.Geburtstag noch übernommen.).
Inzwischen gilt eine modifizierte Impfempfehlung ab 9 Jahren mit nur 2 Impfungen. Halte ich persönlich für etwas früh.
Allerdings sind die manche Kassen (manchmal mit santem Druck) inzwischen bereit, die Kosten bis zum 27.Geburtstag zu übernehmen, siehe unter "Aktuelles" . Notfalls rentiert sich auch ein Kassenwechsel.

 

Impfabstände der 3 nötigen Impfungen (ab 14 Jahren)

>1.Impfung:   Tag X
>2.Impfung:   ca. 8 Wochen danach  (bei Cervarix: 4 Wochen)
>3.Impfung:   Ca. 6 Monate nach der 1. Impfung

bei Impfung zwischen 9 und vor 14 Jahren sind laut STIKO nur 2 Impfungen in 6 Monaten Abstand vorgesehen.



Die offiziellen Impfrichtlinien der STIKO mit der Wissenschaft dahinter:
http://www.rki.de/cln_048/nn_205760/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2007/Ausschnitte/HPV__STIKO__12__
07,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/HPV_STIKO_12_07.pdf


Die ideale Zielgruppe sind die Mädchen vor Beginn der sexuellen Aktivitäten, also vor dem 1.Geschlechtsverkehr.
Aber selbstverständlich sind auch noch Impfungen in späterem Alter sinnvoll
, nur wird es  ein Problem mit der Bezahlung durch die Kassen geben, wenn der 18. Geburtstag vorbei ist. 
Eigentlich gibt es aber keine Altersgruppe sexuell aktiver Frauen, die nicht für die Impfung geeignet wäre, auch Männer können (und sollten!) geimpft werden  (die zwar kein Cervixkarzinom bekommen können, dafür aber als Übertäger wegfallen !). Außerdem sind die beimpften Virustypen auch noch maßgeblich an der Enstehung seltenerer Krebse beteiligt ( z.B. Vagina, Vulva, Anus/Rektum, Larynx/Pharynx)
Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Impfkosten, allerdings in einem alterbegrenzten Rahmen von 12 bis 17 Jahren (also bis zum 18.Geburtstag), manche BKKs und auch die TK  bis 26!. Entscheidend ist immer eine kurze Nachfrage bei Ihrer Kasse. Und wenn Sie eine Kasse gefunden haben, die auch über 18 zahlt, dann wechseln Sie dorthin bzw. drohen dies Ihrer bisherigen Kasse an...
Auch die Privatkassen werden seit der STIKO-Empfehlung zahlen, aber fragen Sie bitte vorher nochmal nach, vor allem, wenn Sie schon 18 und älter sind.
Vorerst erhalten Sie in der Praxis eine Rechnung für das Arzthonorar (nach der letzten Impfung) und von der Apotheke für den rezeptpflichtigen Impfstoff, den Sie dann bei Ihrer Krankenkasse (bitte sicherheitshalber vorher nachfragen wegen Kostenübernahme, und nur was Sie SCHRIFTLICH haben, gilt!!!!) schnell und voll erstattet bekommen.
Insgesamt:  die beste und revolutionärste Neuerung in der Medizin vieler Jahre und absolut zu empfehlen!!!   Bitte fragen Sie mich!
 

                                                      
         HP-Virus (Modell)                  beginnendes Cervixkarzinom                             fortgeschrittenes Cervixkarzinom                            Feigwarzen (Condylome)
                                                                                     Bilder aus dem "Netteratlas" Band 3 Genitalorgane Thiemeverlag Stuttgart

 

            Links:



            
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_allgemeines_592.html

                http://www.krebsinformation.de/Fragen_und_Antworten/hpv.html

                http://www.krebsinformation.de/Fragen_und_Antworten/hpv_impfung.html  sehr ausführliche Beantwortung von Fragen

               
http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/2735.htm

                http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,3984677,00.html

                http://zervita.de/


    
Neben den Standardimpfungen gibt es sogenannte

Indikationsimpfungen:

Wenn Sie in einem gefährlichen Zeckengebiet ("Endemiegebiet")wohnen, ( Stadt  und Landkreis Würzburg sind erklärte Endemiegebiete! ),  kann Sie eine FSME-Impfung (sog. Zeckenimpfung) vor der lebensbedrohenden Hirnhautentzündung bewahren.
Die Zeckenimpfung wird im gesamten Stadt- und Landkreis Würzburg von allen KrankenKassen bezahlt!  

 Leider gibt es immer noch keine Impfung gegen die viel häufiger von Zecken übertragene Borreliose...

 

schöner Link mit viel Info zu Zecken:  http://www.zecken.de/



Bei verschiedenen  vorbestehenden Erkrankungen oder auch Fernreisen kann eine Hepatitis A-Impfung und/oder auch Hepatitis B-Impfung  erforderlich sein.

Auch jüngere Patienten benötigen den Schutz vor einer Pneumokokken-Lungenentzündung, wenn sie abwehrschwächende Grunderkrankungen haben, aber auch vor größeren Operationen und vor einer Chemotherapie wird ebenfalls eine solche Impfung dringend angeraten.
Bei Frauen mit Kinderwunsch ist der Schutz vor Infektionskrankheiten, die schlimmstenfalls nicht nur die Gesundheit der Mutter, sondern auch das Ungeborene bedrohen können, besonders wichtig. 
Tetanus und Diphtherie sollten auf jeden Fall auch in der Schwangerschaft aufgefrischt werden, falls die letzte Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt. 
Nur sog. Lebendimpfstoffe wie Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sind in der Schwangerschaft nicht erlaubt, obwohl auch bei versehentlicher Impfung bislang nie ein Schaden beim Kind aufgetreten ist.

Links:

http://www.gesundes-kind.de

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_das-prinzip_583.html

http://www.zecken.info/

http://www.m-ww.de/gesund_leben/impfungen/methoden.html

http://www.impfen.de/main/index.html

http://www.netzig.de/reise/reisemedizinlexikon.html

 

 

Reise-Impfungen:

Wir Deutschen sind wohl noch immer Reiseweltmeister - aber nur ein Drittel der Erwachsenen hat  einen optimalen Impfschutz.
5 Millionen (!!!) buchen jedes Jahr Reisen in die Tropen, zunehmend in abgelegene und gesundheitlich riskante Gebiete. Ganz oben auf der Hitliste der möglichen Erkrankungen stehen Durchfall und Atemwegserkrankungen, aber auch die Leberentzündungen (Hepatitis A / B und C) und Gelbfieber sowie Malaria nehmen ständig bei den Urlaubsheimkehrern zu, daneben aber auch seltene Krankheiten wie Dengue-Fieber u.a.!

Anmerkung: Seit Nov. 2014 zahlt die AOK  zum Teil Reiseimpfungen, sogar Hepatitis A und B und auch (teilweise) Malariaprophylaxe! Mal was gescheites! Programm: "mehr Vorsorge für mich".

Aufklärung ist alles ! (aber meistens nix...)
Im Reisebüro fällt die Aufklärung bei Buchung von Urlaubsreisen in tropische Länder oft nur unvollständig bis komplett aus. So wird  z.B. bei Kenia-Reisen kaum je auf die Gelbfieber-Gefahr hingewiesen. Die Einreisebehörden sind auch nicht daran interessiert, einen entsprechenden Impfnachweis von deutschen Urlaubern zu verlangen.... und so fahren  viele tausend Urlauber ohne Schutz arglos in dieses beliebte Urlaubsland. Ähnliche Beispiele gibt es reichlich.
Aber auch schon bei Reisen nur  "jenseits der Alpen" ist das Risiko einer Hepatitis A - Infektion nicht zu unterschätzen.
Auch Last-Minute-Reisen werden immer beliebter. Gerade diese Reisen bergen aber das Risiko von gefährlichen Infektionskrankheiten in sich, da man meistens ohne den notwendigen Impfschutz und ohne reisemedizinische Aufklärung "auf die letzte Minute" bucht und in Urlaub düst. Im Zeitalter der Last-Minute-Reisen sollte man so optimal durch Impfungen und Aufklärung im Vorfeld geschützt sein, daß man jederzeit einen solchen Urlaub antreten kann. Nur ein vernünftiger Impfschutz kann Sie und Ihre Lieben vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen.

Was sagt Ihr Impfpass? 
Haben Sie einen Impfpaß? Sind Ihre Impfungen alle vollständig, oder brauchen Sie eine Auffrischimpfung?
Falls Ihnen aus den Eintragungen im Impfpaß Ihr persönlicher Impfschutz nicht klar ersichtlich ist, helfen wir Ihnen mit einem Blick in den Impfpaß weiter.
Wir erkennen Ihre eventuellen Impflücken, nennen Ihnen die fehlenden Impfungen und führen alle erforderlichen Impfungen im Rahmen unserer Impfberatung durch.

Impfvorschriften / Impfempfehlungen
Die Impfvorschriften der einzelnen Reiseländer im internationalen Reiseverkehr sind nur unzureichend, da sie sich nur auf Gelbfieberimpfungen und die Meningokokkenimpfungen (=Hirnhautentzündung) beziehen. 16 afrikanische Länder und einige südamerikanische Länder verlangen z.B. die Gelbfieberimpfung, unverständlicherweise Gambia und -wie bereits oben erwähnt - Kenia nicht, obwohl auch hier bei Ausflügen ins Landesinnere Gefahren drohen.
Eine Impfung gegen die Meningokokken-Meningitis ist bei der Einreise nach Saudi-Arabien und Pilgerreisen nach Mekka vorgeschrieben.
Impfempfehlungen dagegen sollen dem optimalen Schutz des Reisenden dienen und sind deshalb viel umfassender. Sie werden von medizinischen Fachgremien, z.B. der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut  in Berlin (STIKO) oder von Fachgesellschaften wie der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG) erarbeitet und fortlaufend aktualisiert. Link: www.rki.de

Wo kann ich mich impfen lassen ?
Mit Rat und Tat stehe ich Ihnen als Frauenarzt mit Impfqualifikation auch bei der reisemedizinischen Beratung und den erforderlichen Impfungen zur Seite. Gelbfieberimpfungen müssen traditionsgemäß an sog. Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. Bei Reisen in problematische Zonen ist die Tropenmedizinische Abteilung der Missionsärztlichen Klinik Würzburg ein über die Region hinaus kompetenter Berater (siehe unten).

Allgemeine Impfempfehlung bei Reisen in Entwicklungsländer:
Eine Impfung bzw. Auffrischimpfung ist gegen folgende Erkrankungen dringend anzuraten:
Diphtherie, Hepatitis A/B,  Tetanus (Wundstarrkrampf) und Masern( falls noch nicht dagegen geimpft wurde; die Angabe einer durchgemachten Masernerkrankung reicht nicht aus!)
Übrigens sind die Deutschen neben den Japanern die häufigsten Masern-Exporteure der Welt..... während andere hochentwickelte Länder bereits die Masern ausrotten konnten.

Individuelle Impfungen in Abhängigkeit vom Risiko
Reiseziel, Reisestil, das Lebensalter und der allgemeine Gesundheitszustand des Reisenden bestimmen die erforderlichen individuellen Impfungen.
Gegen folgende Erkrankungen kann eine vorsorgliche Impfung sinnvoll sein:
Hepatitis B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Typhus, Tollwut, Cholera, Grippe (Influenza), Japanische Enzephalitis und Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME durch Zeckenbiß).
Derzeit Vorsicht bei Asienreisen wegen der Gefahr der Vogelgrippe, Impfung gegen menschl.Grippe sinnvoll.
siehe Aktuelles

Malaria
Eine der schwerwiegendsten Erkrankungen, die Urlaubern in tropischen Ländern droht, ist die Malaria.
Eine Impfung steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Dennoch bestehen Möglichkeiten der Vorsorge. Die beiden wichtigsten Strategien der Prävention sind die Verhinderung von Mückenstichen, - denn eine bestimmte Mückenart (Anopheles-Mücken) überträgt die Malaria - und die Abtötung bereits in den Körper eingedrungener Erreger (Chemoprophylaxe). Grundlage für die Chemoprophylaxe  ist, dass ein bereits wirksamer Blutplasma-Spiegel bereits bei der Einreise in das Urlaubsland besteht! Deswegen sollte mit der Einnahme von entsprechenden Medikamenten eine Woche vor Reiseantritt begonnen werden. Da diese Zeit oft bei Last-Minute-Reisenden nicht mehr zur Verfügung steht, muß die Dosis der ersten Woche unmittelbar vor Reisebeginn eingenommen werden.
Allerdings gibt es auch Länder, wo eine "stand-by"-Therapie bei Symptomen begonnen werden kann. Bitte immer Infos im Tropeninstitut der Missioklinik holen!

Es ist außerdem ganz wichtig, die Einnahme von Antimalariamitteln noch 4 Wochen nach der Rückkehr fortzusetzen.


Nebenwirkungen von Impfungen
Nach einer Impfung können innerhalb der ersten 2-4 Tage Rötungen, Schmerzen und Schwellungen in der Umgebung der Injektionsstelle eintreten (Lokalreaktion), auch gelegentlich Allgemeinreaktionen des Körpers (z.B.Fieber, Abgeschlagenheit) bzw. der Haut, die aber in der Regel schnell wieder abklingen.
Schwere Impfkomplikationen sind bei den heute zur Verfügung stehenden Impfstoffen sehr selten.

Wann darf nicht geimpft werden ?
Bei nur wenigen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffes sind Impfungen nicht zulässig bzw. sollten Impfungen verschoben werden. Dies trifft bei den typischen Reiseimpfungen auch für Kinder unter sechs Monaten zu.
Darüber hinaus sollte eine Reiseimpfung in der  Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden, einer Schwangeren sollte man eher von Reisen in gefährliche Regionen abraten. Impfungen in der Stillzeit stellen kein Risiko dar.
Zu diesen ganzen Fragen beraten wir Sie aber am besten ausführlich in der Praxis.

Planen Sie rechtzeitig
Wir empfehlen Ihnen, sich möglichst mindestens 4-6 Wochen vor dem Urlaubsantritt reisemedizinisch beraten zu lassen. Dann haben wir ausreichend Zeit, die evtl. erforderlichen Impfungen in Ruhe zu besprechen und durchzuführen.

Zeitabstand bei Impfungen für Last-Minute-Reisende bis zur Abreise, wobei nicht immer ein sicherer Impfschutz gewährleistet ist 

 

 

Art der Impfung Zeit bis zur Abreise
Tetanus/Diphtherie bis Abreisetag möglich
Poliomyelitis bis Abreisetag möglich, aber knapp
Hepatitis A (nur Hep.A) 2 Wochen bis 3 Tage
Hepatitis B oder Kombination A+B 4 Wochen
Typhus 1-2 Wochen
FSME 1-3 Wochen, schnellere Auffrischungen nötig
Gelbfieber
Tollwut (Rabies)
10 Tage
>3 Wochen (Impfungen Tag 0-7-21)

(Seite erstellt nach Info-Blatt des Berufsverbandes der Frauenärzte )

Reisemedizinisch ist die Tropenmedizinsche Abteilung der Missionsärztlichen Klinik Würzburg  als eines der wenigen führenden Zentren deutschlandweit anzusehen, dort erhalten Sie natürlich hochkompetente reisemedizinische Beratung auch in kritische Gebiete (Tel. 0931-7912829 oder -7912821, Fax. -7912826
Email: tropenteam@missioklinik.de)


    weiterführende reisemedizinische Links:

http://www.reisemed-experten.de/laender-informationen

http://www.impfen.de

http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/793.htm

http://www.fit-for-travel.de/

http://www.die-reisemedizin.de/

http://www.kaunzner.de   

http://tropen.missioklinik.de/

http://www.fachaerzte.com/ziegler/fachinformationen/reisemedizin.htm

http://www.g-netz.de/reisemedizin/Tropen/malaria_prophylaxe.shtml

http://www.netzig.de/reise/reisemedizinlexikon.html

http://www.gesundes-reisen.de/

http://www.travelmed.de/




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