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Das erste Mal beim Frauenarzt

  

Keine Angst, es ist wohl ziemlich normal, wenn Du beim erstenmal ziemlich Angst und Herzklopfen hast! 
Aber Du wirst sehen, sobald Du merkst, dass Du wirklich Vertrauen zu diesem bisher "unbekannten Wesen Frauenarzt" haben kannst, ist alles kein wirkliches Problem, weil Du alle Dinge besprechen kannst, auch solche, die Dir vielleicht "peinlich" vorkommen oder die Du vielleicht noch nicht mal Deiner besten Freundin erzählt hast. Und er/sie wird Dir bei allen Themen und Nöten weiterhelfen, ganz einfach auch, weil er/sie Dich versteht und ernst nimmt.
Und natürlich wird niemand anders etwas aus einem Gespräch erfahren, weil selbstverständlich alles der Schweigepflicht unterliegt.

FAQs:
Ich will hier versuchen, auf einige ziemlich oft gestellte Fragen einzugehen, die sich um den ersten Besuch beim Frauenarzt drehen. Denn wenn Du informiert bist, fühlst Du Dich auch viel sicherer und selbstbewußter und hast vielleicht auch einfach ein bisschen weniger Angst.
Und wenn Du einen Frauenarzt gefunden hast, dem Du vertraust und der Dich auch versteht, dann wird  er/sie  Dich auch später durch die verschiedenen Lebensphasen als verständnisvoller, kompetenter und freundschaftlicher Berater und Partner begleiten können.
Das fängt an, wenn (noch besser: bevor) der erste Freund in Dein Leben tritt, es kommt dann die Empfängnisverhütung, vorher nach Möglichkeit die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs - am besten vor Beginn des Sexuallebens!!! - wahrscheinlich vor dem nächsten Punkt auch ein paarmal ganz schrecklicher Liebeskummer, dann später vielleicht der Kinderwunsch. Es folgt die Begleitung durch Schwangerschaft und Geburt, vielleicht auch einmal als Beistand bei Krankheiten oder in schwierigen Lebenssituationen. Natürlich ist das alles noch weit weg in Deinen Gedanken, aber manchmal vergeht die Zeit ziemlich schnell....
Viele nützliche Tips und Artikel findest Du auch in den vielen Links am Ende der Seite, da gibts ganz gute und auch witzige informative Seiten!

  

  • Wie finde ich den richtigen Frauenarzt?

Manche Mädchen fragen ihre Mutter oder die ältere Schwester (so vorhanden, Brüder sind hier totale Luschen und kleine Schwestern meist zu klein), andere eine gute Freundin.
Frauenärztin oder Frauenarzt? Einige Mädchen gehen lieber zu einer Ärztin, andere lieber zu einem männlichen Arzt. Hauptsache ist, daß sich Vertrauen  entwickelt und man sie oder ihn sympathisch findet und vor allem: mit ihm/ihr reden kann. Über alles.  Auch unter den Frauenärztinnen und Frauenärzten gibt es die unterschiedlichsten Menschen, wie halt im wirklichen Leben auch. Mit dem einen kommt man gut, mit dem anderen vielleicht nicht so gut zurecht. Und wer mit einer Frau als Ärztin doch nicht ganz so gut zurechtkommt, wie eigentlich erhofft, sollte es trotz aller Ängste und komischem Gefühl trotzdem mal bei einem männlichen Frauenarzt versuchen, mehr als auch schiefgehen kanns nicht!
Das ist jedenfalls meine langjährige Erfahrung, selbst wenn dann einige von euch denken, was das mit dem alten Knochen Dr. Uebele soll. Aber er kanns doch ganz gut mit den jungen Mädchen, das wissen aber nur die, die schon da waren, auch die, die dann mit einer weiblichen Frauenärztin doch nicht ganz so gut zurechtgekommen sind und gewechselt haben. Einfach weil er sich ganz gut in die Seele der jungen Mädchen einfühlen kann...
Meistens bist Du wirklich gut beraten, wenn Du auf Deine Mutter oder auch auf Deine Freundin  hörst. Vor allem muss klar sein, dass sich der Doc auch genügend Zeit für Dich nimmt!
Wenn Du eigentlich auch zum gleichen Frauenarzt wie Deine Mutter gehen würdest, aber Dich nicht traust, weil er vielleicht deiner Mutter etwas erzählen könnte, was sie gar nicht wissen soll: 
Selbstverständlich unterliegt der Arzt auch bei Dir der Schweigepflicht (auch Deiner Mutter gegenüber!), das heißt, er wird ihr natürlich gar nichts erzählen, was Dich betrifft, es sei denn, Du bist ausdrücklich damit einverstanden. Aber auch dann nie hinter Deinem Rücken!

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  • Allein traue ich mich nicht !

Dann kommst Du vielleicht einfach beim ersten Mal mit Deiner Mutter, und manchmal, wenn Du und Deine Mutter sich gut verstehen, gehst Du einfach mal schon vorab schon bei einer Untersuchung Deiner Mutter mit und schaust (mit entsprechender Erklärung) zu, was da passiert. Das hat sich bei mir sehr bewährt, denn da kann sehr viel Angst abgebaut werden.... oder Du bringst Deine Freundin mit. Es ist auch durchaus in Ordnung, Deinen Freund zu einem Gespräch über Verhütung mitzunehmen, und wenn es Dir selber nicht zu peinlich ist, kann er (zumindest von mir aus) auch gerne bei der Untersuchung dabeibleiben, da können die Jungs nur was lernen, aber das ist ganz allein Deine Entscheidung. Aber viele der Jungs bleiben dabei und können vielleicht danach einige Dinge viel besser verstehen.
Es ist auch in Ordnung (hab ich öfter in der Praxis), wenn sich 2 Freundinnen gut verstehen und dann zusammen bei der Untersuchung sind, jede schaut bei der anderen zu und bekommt natürlich auch alles erklärt.
Es ist außerdem auch nicht unbedingt nötig, dass Du gleich beim ersten Mal untersucht wirst, vielleicht willst Du diesen Doc mit dem komischen Beruf erst mal beschnuppern und abchecken, ob Du überhaupt "mit dem kannst", ob die Chemie stimmt und ob man miteinander so reden kann, wie Du Dir das vorstellst.

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  • An was muß ich beim ersten Besuch alles denken?

Am besten, Du schreibst alles, was Du wissen/fragen willst, auf einen Zettel, dann vergißt Du bei all der Aufregung und den vielen neuen Eindrücken in der Praxis auch nichts Wichtiges.
Wenn Du schon einen Zykluskalender führst, in den Du Deine Regelblutung einträgst,  dann bring diesen Kalender bitte auch in die Praxis mit.
Die Aufzeichnungen helfen dem Frauenarzt und schaffen Dir selbst einen immer klaren Überblick über Deinen Zyklus. Hast Du noch keinen Zykluskalender - Du kannst Dir jederzeit in der Praxis einen geben lassen (oder runterladen, s.u.).
Deine Versichertenkarte solltest du auch mitbringen, und wenn es geht, denk auch an Deinen Impfpass und nimm ihn mit, damit wir klären können, ob Dein Impfschutz ausreichend ist (siehe auch unter
Impfungen). Vor allem ist es wichtig, die neue HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs vor dem 18.Geburtstag wenigstens zu beginnen, danach wirds richtig teuer! Allerdings gehen anscheinend immer mehr Kassen dazu über, die HPV-Impfung auch noch bis 26 zu übernehmen, aber nicht alle! Weiteres unter "Aktuelles"
Wenn ein Notfall vorliegt, kannst Du Dich natürlich  jederzeit melden. Allerdings mußt Du dann auch etwas Geduld haben, weil Du wahrscheinlich eine Weile warten mußt. Sonst ist es immer wesentlich besser, telefonisch oder persönlich in der Praxis einen Termin auszumachen. Du solltest darauf achten, dass der Termin möglichst außerhalb Deiner Periode liegt, aber wenn das einmal nicht klappt, ist es auch nicht schlimm, man kann jederzeit auch während der Periode untersuchen, nur manche Fragestellungen wie Infektionen/Pilze sind dann nicht so gut zu klären.
...Übrigens---Zykluskalender und auch Aufwachtemperaturkurven u.a. kannst Du Dir im Downloadservice runterladen und selbst ausdrucken! Aber die gibts auch in der Praxis schon fertig und natürlich gratis.

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  • Was geschieht beim ersten Besuch ?

Eine nette Arzthelferin wird, nachdem sie Dich begrüßt hat, zunächst Deine Versicherungskarte in den Computer einlesen und eine Karteikarte mit Deinen Personalien anlegen. Spätestens jetzt solltest Du ihr sagen, dass Du heute zum ersten Mal beim Frauenarzt bist, viel besser wäre es natürlich, wenn wir das schon bei der Anmeldung zum Termin wüssten, denn dann planen wir ein wesentlich größeres Zeitintervall für Dich mit ein, denn beim ersten Mal nimmt sich ein guter Frauenarzt sehr viel Zeit mit Dir, um Dir alles in Ruhe zu erklären und Deine Fragen zu beantworten.
Dann werdet ihr ins Labor gehen zum wiegen, Körpergröße und Blutdruck messen, evtl. Blut abnehmen zur Bestimmung des Röteln-Titers (ob Du Antikörper gegen Röteln hast, wenn nicht, sollte man später impfen).
Dann wirst Du nach Deiner Vorgeschichte befragt, also: frühere Krankheiten, Operationen; Impfungen, familiäre Erkrankungen usw. Danach wirst Du noch eine kurze Zeit im Wartezimmer sitzen, wo Du Dich entweder mit einer Zeitschrift entspannen oder etwas mehr Infos über die Praxis aus der Praxismappe erfahren kannst. Aber wahrscheinlich hast Du dich eh schon ausführlich mit dieser Homepage hier informiert, da steht sowieso schon das allermeiste drin.
Wenn Du dann aufgerufen wirst, hab keine Angst, es ist alles nicht mal halb so schlimm, wie Du Angst hast!!!
Der Frauenarzt (also in diesem Fall ich) wird Dich nach dem Grund Deines Besuches fragen. Sag offen, was Du willst und warum Du gekommen bist, und das am besten im Klartext und ohne um den Brei herumzureden. Es gibt nichts Peinliches!
Er wird Dich auch nochmal ergänzend zu früheren Krankheiten, Impfungen, Operationen, Krankheiten in der Familie etc. fragen.
Und er wird - nicht aus Neugierde, sondern um Dich besser beraten und auch untersuchen zu können, fragen, ob Du schon einen Freund hast und ob Du schon mit ihm geschlafen hast, ob Du Tampons verwendest etc.
Und er wird eigentlich immer wissen wollen, wann Du zum ersten Mal Deine Regelblutung bekommen hast, wann Deine letzte Blutung war (und da meinen alle Frauenärzte immer den Beginn der letzten Periode, und das fragen sie immer und jedesmal neu, also ist es gut, dieses Datum immer parat zu haben) und ob die Blutungen regelmäßig sind und in welchem Abstand sie kommen.
Nochmals: Eine körperliche Untersuchung gehört  nicht zwangsläufig zum ersten Besuch in der frauenärztlichen Praxis. 
Du kannst Dich hier auch nur informieren und beraten lassen, z.B. wenn es Fragen zur Verhütung gibt oder um das Verstehen Deiner Körperfunktionen geht, natürlich auch zur  Hygiene mit Tampons, um Impfungen oder auch einfach zum "abchecken" der Chemie zwischen Dir und dem Arzt u.v.m.
Viele Mädchen finden es sehr erleichternd, dass man mit dem Frauenarzt offen über alles reden kann, selbst Dinge besprechen kann, mit denen man sich nicht mal an seine beste Freundin oder die Mutter zu wenden traut. Kein Frauenarzt wird ein solches Gespräch dumm finden oder keine Antwort geben wollen.
Außerdem : Es gibt keine "dummen Fragen" , d.h. Du brauchst nie zu denken, dass Du eine Frage nicht loswerden kannst, weil Du denkst, daß der Frauenarzt Dich für doof hält wegen irgendeiner Frage - - es gibt einfach keine doofen Fragen, Du kannst alles loswerden !!!  Doof ist es allenfalls, etwas nicht zu fragen!
Und wenn es dann ans Untersuchen geht:
Ein guter Frauenarzt wird Dir in aller Ruhe und auch in Einzelheiten erklären, was bei der Untersuchung geschieht und warum, und er wird Dir auch die Instrumente zeigen.
Bei mir bekommen die jungen Mädchen/jungen Frauen auch gerne einen Handspiegel in die Hand und schauen bei der Untersuchung direkt zu, das ist für die meisten etwas leichter, weil sie einfach sehen können, was passiert und alles erklärt kriegen. Wenn es geht, kannst du sogar noch Deinen eigenen Muttermund (der unterste Teil des Gebärmutterhalses, der oben in die Scheide ragt) ansehen. Natürlich nur, wenn Du willst.
Wobei es natürlich schon gut und wichtig ist, wenn Du etwas von Deinem eigenen Körper und Deinen Sexualorganen weißt und sie kennst (und auch z.B. deinen eigenen Muttermund einmal siehst, was Du allein und ohne Hilfe gar nicht könntest).

Übrigens: Es hat sich auch hervorragend bewährt, wenn Du schon mal bei Deiner Mutter beim Untersuchen (natürlich mit ausführlichen Erklärungen) zugesehen hast, das ist aber weder bei allen Müttern noch bei allen Töchtern möglich...
Aber wenn ja, geh mal mit Deiner Mutter mit, denk Dir Fragen aus und laß Dir einfach zeigen, was da passiert. Manche Mädchen lassen sich auch gleich im Anschluß an ihre Mutter selbst untersuchen, manche kommen später irgendwann auch alleine oder wie oben beschrieben, alles ist möglich.

  

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  • Ab wann darf ich die Pille nehmen ?

Ab dann, wenn Du Verhütung brauchst, das heißt, wenn Du alt genug bist, einen Freund zu haben, mit dem Du schläfst. Dann bist Du allerdings auch alt genug, dass Du schwanger werden könntest, und dann solltest Du auch eine sichere Verhütung  anwenden, die anfangs sowohl eine Schwangerschaft wie auch AIDS/HIV verhindern kann.
Beides kann nur das Kondom.
  Erst, wenn geklärt ist, daß keine Ansteckungsgefahr für
AIDS besteht, reicht alleine z.B. die Pille aus.
Die meisten Mädchen bevorzugen für den Anfang die
Pille, die allerdings eben nur eine Schwangerschaft, nicht aber AIDS verhindern kann. Aber auch der neue Nuva-Ring und das neue  Verhütungspflaster sind schwer im Kommen. 
Vor einer Pilleneinnahme (oder Anwendung des Nuva-Rings oder Verhütungspflaster) musst Du Dich allerdings beim Frauenarzt untersuchen lassen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Siehe auch unter
Schwangerschaftsverhütung.
Ein verantwortungsvoller Frauenarzt wird sich auch vorher vergewissern, daß Dein Zyklus einigermaßen ausgereift ist, das heißt, Du solltest vorher ein oder zwei Zyklen Aufwachtemperatur (
Basaltemperatur) messen, um sicherzustellen, daß Du auch einen Eisprung hast. Vielleicht kommt Dir so eine Temperaturkurve  (unter diesem Link kannst du eine Basaltemperaturkurve runterladen und ausdrucken) als Schikane vor, ist es aber nicht, denn nur so (oder mit Hilfe teurer Hormonanalysen) kann der Frauenarzt erkennen, ob Dein Zyklus in Ordnung ist und die Pille nicht etwas unterdrücken würde, was vielleicht noch nicht ausgereift ist.

  

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  • Erfahren meine Eltern etwas davon ?

Am besten ist es natürlich, wenn Du voll Vertrauen zu Deinen Eltern (meistens ist es die Mutter, mit der man über "Frauenthemen" redet...) haben kannst und Du mit ihrem Wissen in die Praxis kommst. Zum Glück ist das die Mehrzahl der Mädchen, die so ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter haben. Aber das ist leider nicht immer der Fall.
Du kannst aber immer und sicher auf die Schweigepflicht bauen, die wir alle in der Praxis einhalten müssen. Offiziell gilt die Schweigepflicht ab 16 Jahren, aber in der Regel wird sie auch schon ab 14 eingehalten, vor allem, wenn es um die Pille geht.  Wenn allerdings bei Krankheiten gesundheitliche Schäden für Dich zu befürchten sind, dann müssen Deine Eltern informiert werden, wenn Du unter 16 bist (steht so im Gesetz!).  Aber nicht, wenn Du "nur" die Pille haben möchtest!
Wir würden aber in keinem Fall hinter Deinem Rücken mit Deinen Eltern sprechen, sondern es immer zuvor mit Dir absprechen. 

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  • Was passiert bei der Untersuchung ?

Im Untersuchungsraum kannst du in einer Art Umkleidekabine Hosen/Rock sowie den Slip ausziehen. Mit Rock reicht es auch, nur den Slip auszuziehen und sonst nichts, zum Untersuchen ziehst Du dann einfach den Rock hoch, aber Du kommst Dir dann  vielleicht grade beim erstenmal nicht so nackt vor.  Das T-Shirt oder Pulli kannst du anbehalten. Danach nimmst Du auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl Platz. Das ist eine Art Liege mit Beinhaltern, die rechts und links an diesem Stuhl befestigt sind. Du legst Dich auf den Rücken und Deine Beine in diese Beinhalter.
Die nun folgende Untersuchung ist eigentlich weder unangenehm noch schmerzhaft. Das Wichtigste ist, daß Du einigermaßen entspannt liegst und Dich nicht verkrampfst. Aber Du kannst ja, wie schon erwähnt, mit dem Handspiegel zusehen, was passiert, und Du bekommst auch dabei alles erklärt.
Bei der Untersuchung sieht sich Dein Arzt zunächst die Schamlippen und den Scheideneingang an. Danach wird die Scheide untersucht. Da die Scheidenwände aneinander liegen, benötigt der Arzt hierfür ein Instrument, das man Spekulum (Spiegel) nennt, um die Scheidenwand etwas zu spreizen.
Spekula sind schmale Instrumente, die aus zwei Teilen bestehen. Sie sind wie eine Scheide geformt und werden ganz vorsichtig in die Scheide eingeführt. Du spürst das natürlich, aber es tut überhaupt nicht weh. In guten Praxen sind die Spekula natürlich auf Körpertemperatur erwärmt.
Auf diese Weise kann man die Scheidenwände und den Muttermund ansehen, meist noch zusätzlich vergrößern mit dem Kolposkop, einer Stereo-Lupe, die am Untersuchungsstuhl angebracht ist, um Veränderungen zeitig zu sehen. (Ausserdem kann man mit Hilfe des Kolposkops auch wunderbar schlecht entfernbare Holz-Spreißel, abgerissene Zeckenköpfe oder winzige Glassplitter aus der Haut puhlen, meistens dann aber an völlig anderen Körperstellen. Aber das nur ganz nebenbei, wenn so etwas mal nötig sein sollte, kommt aber doch öfter vor. Und das geht natürlich auch bei männlichen Wesen...
Es wird dann mit einem Spatel oder Watteträger und ggf. mit einer winzigen Rundbürste ein Abstrich vom Muttermund entnommen (tut überhaupt nicht weh) und später zytologisch untersucht, das ist dann der "Vorsorgeabstrich", den es aber offiziell erst ab 20 Jahren gibt. Meistens wird dann noch etwas Scheidenflüssigkeit entnommen, die anschließend unter dem Mikroskop untersucht wird, um die "Besiedelung" der Scheide zu prüfen.
Danach findet die Tastuntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke statt, dabei führt der Arzt einen Finger vorsichtig in die Scheide ein (das tut genausowenig weh wie das Einführen eines Tampons!) und tastet mit der anderen Hand durch Deine Bauchdecke hindurch die Gebärmutter und die Eierstöcke ab, um sich einen Eindruck von der Größe und Beweglichkeit Deiner Gebärmutter und Deiner Eierstöcke zu machen.
In der Regel wird (meistens bei einer Erstuntersuchung) einmalig ein Ultraschall gemacht, um den Tastbefund abzusichern, dazu wird eine dünne Ultraschallsonde in die Scheide eingeführt (ist etwa fingerdick und tut auch nicht weh), dann kann man die Gebärmutter, Eierstöcke und Blase sehen und Unregelmäßigkeiten besser erkennen als beim alleinigen Tasten. 
Und ganz zum Schluss wird noch die Brust abgetastet, um außergewöhnliche Knoten/Verhärtungen oder andere Unregelmäßigkeiten auszuschließen.

Und das wars dann auch schon mit Deiner ersten Untersuchung. Wenn sie fertig ist, wirst Du aufstehen und merken, das all die Aufregung und Angst fast völlig für die Katz waren und alles eigentlich ganz harmlos... Aber das weiss man halt erst hinterher.
Ganz zum Schluss (Du bist natürlich längst wieder angezogen) werden die Befunde miteinander besprochen und was man dann weiter tun soll, und Du wirst dann z.B. ein Pillenrezept bekommen oder vielleicht auch erst die Temperaturkurvenblätter, wie oben beschrieben.
Und Du kannst stolz auf Dich sein, wie gut Du das geschafft hast !!!

Links:

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_geschlechtsorgane_61.html

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_gynaekologie_56.html


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  • Ich schäme mich! Die Untersuchung ist mir peinlich.

Keiner hat dafür mehr Verständnis als der Frauenarzt. Aber die Untersuchung ist auf keinen Fall so furchtbar unangenehm, sie ist nur ungewohnt. Dabei hilft aber, sich ganz bewußt durch ruhiges Atmen zu entspannen. Gut ist es auch, wenn Du schon vorher weißt, was bei der Untersuchung geschieht. Das wird Dir vor und während der Untersuchung genau erklärt, und Du kannst  ausserdem zuschauen mit dem Handspiegel, wenn Du willst. Es ist wirklich sehr viel einfacher für Dich, wenn Du siehst, was passiert ! (siehe ein Abschnitt weiter oben). Oder wenn Du schon mal bei der Untersuchung Deiner Mutter oder einer Freundin zugesehen hast.

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  • Muß ich auch zum Frauenarzt, obwohl ich ganz gesund bin ?

Ja, wenn Du beispielsweise die Pille o.ä. nimmst, musst Du etwa alle 6 Monate (anfangs evtl. sogar öfter) zur Routineuntersuchung kommen (sind ja keine Zuckerbonbons!), um sicherzustellen, daß alles in Ordnung ist und Dein Körper die Pille gut verträgt, daß es keine größeren Blutdruckänderungen oder z.B. Gewichtsveränderungen etc. gibt. Ausserdem ist es ja grade das Besondere, daß Du auch mit fast allen anderen Fragen zum Frauenarzt kommen kannst, zum Beispiel, wenn Du unsicher bist, ob sich Dein Körper anders als bei Deinen Freundinnen entwickelt. Oder wenn es um andere wichtige Fragen zur Gesundheit oder Sexualfragen oder Verhütungsprobleme oder was auch sonst immer geht. Frauenärzte haben oftmals die Funktion "allerbester und intimster" Freundinnen, also zum Besprechen von Problemen oder Fragen, die sonst niemand mit Dir bespricht. Und alles mit Schweigepflicht.

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Früher ist Deine Mutter mit Dir bestimmt regelmäßig zum Kinderarzt gegangen, der auf alle notwendigen Impfungen geachtet hat. 
Jetzt  können wir in der Praxis alle Impfungen für Dich in Zukunft durchführen, damit der einmal erworbene Schutz vor den unterschiedlichen Infektionskrankheiten auch weiterhin durch Auffrischimpfungen erhalten bleibt. Wir schauen auch nach, ob nicht irgendeine Lücke im Impfschutz im Hinblick auf später geplante Schwangerschaften besteht.
Übrigens ist es ganz wichtig, bis zum 18. Geburtstag die Hepatitis-B-Impfung bekommen zu haben, denn danach zahlt diese Impfung Deine gesetzliche Krankenkasse nicht mehr. Und sie ist danach ziemlich teuer (ca 170.- €)!

Über die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung) erfährst du hier mehr. Sie wird derzeit von den Krankenkassen übernommen, wenn sie zwischen 12 und 17 Jahren (also bis zum 18.Geburtstag) durchgeführt wird, danach aber inzwischen auch noch von vielen Kassen bis zum 27.Geburtstag.
Welche Kassen auch noch über 18 (bis 26) zahlen, findest Du hier:   Und danach wird das richtig teuer, also laß Dich bitte in jedem Fall vorher impfen bzw. erkundige Dich bei Deiner Krankenkasse, bis wann sie zahlt. Aber: je früher die Impfung, umso weniger Ansteckungsmöglichkeiten und umso sicherere Wirkung! 
Und natürlich wirkt die Impfung auch noch nach dem ersten Geschlechtsverkehr! Das mit der Impfung vor dem ersten Sex ist eine Empfehlung, aber kein Muss!

  

(Seite erstellt nach Info-Blättern des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V., Pressestelle)

Links:

http://www.frauenarztbesuch.de/

http://www.netdoktor.de/feature/love_ambulanz.htm

http://www.loveline.de/

http://www.maedchensprechstunde.de/

http://www.laralove.de/laralove/pdf/laralove_gut_vorbereitet.pdf

http://www.leilas-haus.de/

http://www.pille.com/scripts/static/pille/home.php

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_entwicklung-zur-frau_60.html

http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/erster_frauenarztbesuch.htm

http://www.jugendinfo.de/themen.php/113/1177

http://www.netdoktor.at/sex_partnerschaft/fakta/gynaekologe.shtml

http://www.sexualaufklaerung.de/kinderwunsch/daten/f1_08.htm

http://www.familienplanung.de 

  

Tips zur Verhütung hier