Triple-Test 

Triple-Test 

Mit dem Triple-Test werden die drei Stoffe alpha-Fetoprotein (AFP), Östriol und ß-HCG im mütterlichen Blut gemessen. Die Blutentnahme erfolgt in der 16. Schwangerschaftswoche, also schon ziemlich spät. Aus den gemessenen Werten kann mit Hilfe eines Computerprogrammes das Risiko für ein Down-Syndrom ("Mongoloismus") oder eine Spina bifida ("offener Rücken") errechnet werden.
Das Ergebnis kann durch Übergewicht oder durch Rauchen beeinträchtigt oder schlecht interpretierbar sein.

Ein großer Nachteil ist, daß die Ergebnisse häufig auffällig sind, ohne daß beim Kind eine Veränderung vorliegt. Ein auffälliges Testergebnis heißt deshalb nicht, daß beim Kind eine Erkrankung vorliegen muß, es bedeutet nur, daß die statistische Wahrscheinlichkeit, daß ein Down-Syndrom oder eine Spina bifida vorliegen, erhöht ist.

Das Risiko, ein Kind mit einem Down-Syndrom zu bekommen, steigt mit dem mütterlichen Alter an. So beträgt das Altersrisiko für ein Down-Syndrom bei einer 25 jährigen Frau 1:1300, d.h. ein betroffenes Kind tritt bei 1300 Geburten einmal auf. Bei einer 35jährigen Schwangeren beträgt das Risiko 1:350
Ergibt sich beim Triple-Test ein Risiko von 1:350 oder höher (entspricht dem statistischen Risiko der über 35jährigen Schwangeren), ist eine Amniocentese möglich bzw. wird empfohlen. Bei der Entscheidung für eine solche Untersuchung ist es wichtig zu wissen, daß das Fehlgeburtsrisiko als unmittelbare Folge der Amniocentese ca. 0,3 - 1,0% beträgt.

Selbstverständlich müssen sich alle Paare oder Schwangere vor irgendwelchen vorgeburtlichen Untersuchungen grundsätzlich hinterfragen, was sie mit dem Ergebnis einer solchen Untersuchung machen, welche Konsequenzen es hat (oder nicht), wenn eine Erkrankung gefunden wird.
Ich persönlich empfehle den Triple-Test nicht, weil er eine für mich eher schlechte Suchmethode ist, die nichts Sicheres aussagt.
Wenn ich wissen will, ob eine Erkrankung vorliegt, dann will ich es sicher wissen, und auch zu einem  einigermaßen frühen Zeitpunkt. Wenn mir aber der Tripletest dann in der 17.Woche ein (häufig falsch positives) Ergebnis mit der Empfehlung einer Amniocentese liefert, diese dann auch in der 17.-18.Woche gemacht wird und das Ergebnis dann nochmal 10-14 Tage dauert (man kann allerdings eine Schnelldiagnostik mittels FISH-Test machen auf die 3 häufigsten Trisomien 21, 18 und 13 ), dann ist der Zeitpunkt für einen eventuellen Schwangerschaftsabbruch doch sehr spät. Eine "normale" Amniocentese wird dagegen in der 14. bis 15. Woche gemacht.

Links:

http://www.9monate.de/Tripletest.html

http://www.medizin-netz.de/frau/tripletest.htm

http://www.netdoktor.at/kinder/triple-test.shtml

http://www.humangenetik.gwdg.de/Seiten/Infoblatt%20Triple.html

http://www.hebamme4u.net/triple-test.html

http://www.g-netz.de/Fit_for_Life/Schwangerschaft/Ist_das_Ungeborene_gesund_/Triple-Test/triple-test.shtml

 


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