Antibabypille

Antibabypille

Die Pille:                     

Die Pille ist nach wie vor in großen Teilen der Industrieländer das sicherste und auch häufigste Mittel zur Schwangerschaftsverhütung. Die Pille enthält normalerweise weibliche Hormone (Östrogen und Gestagen) in verschiedener Zusammensetzung. Heute werden vor allem möglichst niedrig dosierte "Mikropillen" verwendet, die trotz der geringen Dosis immer noch sichere Verhütung garantieren. Es gibt aber inzwischen auch eine "östrogenfreie Pille", die auch den Eisprung verhindert, hierzu siehe weiter unten bei Minipille.

Wirkung:
  • Verhinderung von Eireifung und Eisprung (=Ovulation, daher auch "Ovulationshemmer")
  • Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Dünnerwerden), damit auch die angenehme "Nebenwirkung" einer deutlich schwächeren Menstruation 
  • Verfestigung des Schleimpropfes im Gebärmutterhals
Sicherheit:
  •  Pearl-Index 0,02 bis 0,05, d.h. von 100 Frauen, die 1 Jahr lang die Pille nehmen, werden etwa 0,02 bis 0,05% schwanger.
Vorteile:
  • eine der sichersten und jederzeit reversiblen Verhütungsmethoden
  • einfache Anwendung
  • keine Beeinflussung des Sexuallebens
  • reguliert den Zyklus, damit weniger Blutungsstörungen
  • reduziert Menstruationsschmerzen oder bringt sie oft sogar zum Verschwinden
  • Menstruation wird deutlich schwächer, dadurch viel weniger Blutverlust
  • seltener Eileiterentzündungen (Adnexitis)
  • geringeres Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumcarzinom)
  • geringeres Risiko für Eierstockkrebs (Ovarialcarzinom)
  • seltener Ovarialcysten
  • oft positive Beeinflussung der Haut, bei bestimmten Pillen ganz gezielt gegen Akne. 
Nachteile:
  • Nebenwirkungen sind möglich, wenn auch selten (Brustspannen v.a. anfangs, Zwischenblutungen meist in den ersten Zyklen,  Gewichtszunahme nur selten! )
  • Die Thrombosegefahr ist unter Pilleneinnahme erhöht (im ersten Jahr 3-5-fach, dann 3-fach, beim Vorliegen erblich-genetisch bedingter Genmutationen an bestimmten Gerinnungsfaktoren wie Faktor-5-Mutation oder Faktor-2-Mutation dann doch deutlich erhöht (Faktor-5-Mutation ca.35-fach, Faktor-2-Mutation ca. 16-25-fach), insgesamt nicht ganz so selten!
    Thromboserisiko wird aber auch deutlich erhöht durch Rauchen (bei 1 Packung Zigaretten am Tag alle Zahlen ca. verdreifacht!!!), Übergewicht und hohen Blutdruck (Frauen mit deutlichem Übergewicht und /oder hohem Blutdruck sollten eher mit Spirale oder der östrogenfreien Pille verhüten.
    Empfehlung: Abklärung des Thromboserisikos durch Blutuntersuchung, leider teuer und nur bei fam.Belastung Kassenleistung. Allerdings meiner Meinung nach empfehlenswert!
     
  • Besser keine Pille nehmen bei von vornherein schon erhöhtem Thrombose- und Gefäßrisiko (Thrombosen, Herzinfarkte, Schlaganfälle bei Familienmitgliedern vor dem 50. Lebensjahr, bereits erlittene Thrombose, auch Raucherinnen sollten keine Pille nehmen)
  • kein Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie AIDS, Syphilis, Chlamydien; Gonorrhoe etc.  (siehe STD)
Hinweise: Die Sicherheit der Pille wird eingeschränkt durch
  • Einnahmefehler wie: Vergessen, zu späte (>36 h) Einnahme der folgenden Pille
  • Einnahme bestimmter Medikamente (Antibiotika, Abführmittel u.a., bitte Waschzettel beachten!)
  • Durchfall und/oder Erbrechen

Wurde einmal die Einnahme vergessen, besteht keine Gefahr, wenn die vergessene Pille innerhalb von 12 Stunden noch genommen wird (zwischen zwei Pillen dürfen nie mehr als 36 Stunden liegen!). Dies darf pro Zyklus allerdings nicht öfter hintereinander passieren. Wurde dieses Zeitintervall überschritten, muß unbedingt für ca. 10-14 Tage ein zusätzlicher Schutz (z.B. Kondom) verwendet werden, besser sollte aber auch noch der Frauenarzt gefragt werden.
Weitere Infos zu vergessener Pille:
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_pille-vergessen-und-jetzt-_677.html

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