Alternativen zur Hormonersatztherapie

Alternativen zur "klassischen" Hormontherapie

 Phyto-Östrogene (pflanzliche "Östrogene") 

Phyto-Östrogene gehörten zu den sekundären Pflanzenstoffen, das sind biologisch aktive Pflanzenbestandteile. Man schätzt ihre Anzahl auf >10.000 (!), allerdings ist nur ein ziemlich kleiner Teil davon erforscht.
Bei den Phyto-Östrogenen unterscheidet man :

  • Isoflavonoide, vor allem in Soja enthalten, auch in div. Gemüsen.
  • Coumestan, vorwiegend in Rotklee
  • Lignane in Beeren, Leinsamen und anderen Vollkornprodukten 

Die meiste Literatur gibt es über Soja-Isoflavonoide, denen man Wirkungen auf einige der klimakterischen Symptome wie Hitzewallungen etc. zuschreibt, außerdem sollen sie auch sonst gesund sein (positive Wirkung auf Blutfette, Arteriosklerose und Krebsprävention (?)). Allerdings ist eine unkontrollierte Einnahme nicht ganz ohne Risiko, weil man die Wirkung auf Gebärmutterschleimhaut und Brustgewebe nicht sicher einschätzen kann, also auch nicht ein entsprechendes Krebsrisiko der genannten Organe durch unkontrollierte östrogenartige Wirkung. Das soll heißen, daß die vielgepriesene und momentan verstärkt von den Krankenkassen propagierte Einnahme von "harmlosen" pflanzlichen oder alternativen Präparaten mitnichten immer so harmlos sein muß wie behauptet...
Wissenschaftliche Untersuchungen über Langzeitwirkungen und evtl. -Risiken liegen bisher kaum bis gar nicht vor. Was leider auch unter den viel Sojahaltiges essenden Vegetariern und Veganern nicht immer ausreichend beachtet wird, ist der zunehmende und teils massive Raubbau an der Natur durch immer größere Soja-Anbauflächen. Ausserdem ist nicht bekannt, inwieweit genverändertes Soja angebaut und vertrieben wird...

Natürliches Progesteron (nach Dr. John Lee)

Natürliches Progesteron (Gelbkörperhormon) wird aus der Yamswurzel hergestellt und ist mit dem körpereigenen Progesteron, das im Gelbkörper des Eierstocks nach einem Eisprung gebildet wird, absolut identisch. Es wird in Form einer Creme auf die Haut aufgetragen und dort resorbiert.   
Zwar ist Progesteron auch ein Hormon, ist aber nicht mit der bisher bekannten leicht erhöhten Brustkrebsgefahr verbunden wie die "konventionelle" Hormontherapie, die allerdings wohl auf den künstlichen Gestagenen (Gelbkörperhormonen) beruht.
Bei einer Hormontherapie mit ausschliesslich naturidentischen Hormonen (wie ich sie in der Praxis schon seit einigen Jahren quasi ausschliesslich betreibe) ist nach den bislang vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt nicht mit einer Risikoerhöhung für Brustkrebs zu rechnen.         
Natürliches Progesteron kann auch bei einem Prämenstruellen Syndrom (PMS) in der 2.Zyklushälfte angewandt werden und bessert in einem hohen Prozentsatz die vorhandenen Beschwerden, allerdings ist es kein Wundermittel (was man glauben könnte, wenn man die Broschüre von Dr.Lee liest).      

Homöopathische Medikamente:

Am häufigsten wird Cimicifuga (Traubensilberkerze) unter dem Medikamenten genannt, das in vielen verschiedenen Medikamenten sowohl als homöopathisch dosierter Wirkstoff wie auch als Phytotherapeutikum verwendet wird und oft bei leichteren Beschwerden gute Linderung bringt.
Eine klassische homöopathische Therapie muß für jede Einzelperson individuell ausgesucht ("repertorisiert") werden.

Links:

http://www.gyn.de/wechseljahre/oestrogene.php3

http://www.npis.info (über natürl.Progesteron)

http://www.phytohormone.ch/Oestrogen.htm

http://www.vitanet.de/vitalstoffe/vitalstoffe/sekundaere_pflanzenstoffe/phytooestrogene/

http://www.phytohormone.ch/

http://www.wechseljahre-homoeopathie.berliner-heilpraktiker.info/

http://www.wdr.de/tv/rundum_gesund/sendungen_2004/20040325/alternativen_wechseljahre.jhtml

http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?snr=19233&ressort=11400&rubrik=11409

http://www.ugb.de/e_n_1_140208_n_n_n_n_n_n_n.html

 

 

 

                                        
                                                           


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