Cytomegalie (CMV) 

Cytomegalie (CMV) 

 Cytomegalie (CMV)
Beschreibung Virusinfektion. In Deutschland sind ca. 0,2 bis 0,3% der Neugeborenen mit CMV infiziert. Cytomegalie ist inzwischen die häufigste connatale (während der Schwangerschaft auf das Kind übertragene) Viruserkrankung in der Schwangerschaft.
Bei Erstinfektion einer Schwangeren hat das Baby gut 40%iges Infektionsrisiko.
Bis zu 90% der Infektionen verlaufen symptomlos (!). Es kann aber auch zu uncharakteristischen grippeähnlichen Symptomen kommen wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Oberbauchschmerzen etc.
Übertragung Das Cytomegalievirus wird mit  Urin, Sperma, Vaginalsekret, Speichel, Tränen und Blut ausgeschieden.
Die Inkubationszeit kann zwischen 4 und 12 Wochen liegen.
Risikopersonen Schwangere, Pflegepersonal in Kinderkliniken, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen.
Risiken für
das Kind
Die Cytomegalie-Viren können über die Placenta  zum Kind übergehen. Es kann zu geistiger und körperlicher Entwicklungsverzögerung, Intelligenzdefiziten, Sprach- und Hörstörungen bis zur Taubheit kommen, vor allem bei Infektion in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln. Besonders gefährdet sind frühe Frühgeburten, auch noch nach der Geburt durch die Muttermilch.
Therapie Eine wirksame zugelassene Therapie gibt es bislang (noch) nicht, es sind jedoch erfolgversprechende Fortschritte mit Hyperimmunglobulinen gemacht worden, die jedoch noch nicht für eine Behandlung von infizierten Schwangeren zugelassen sind, möglicherweise aber im Rahmen einer "off-label-Therapie"eingesetzt werden können.
Ein Schwangerschaftabbruch  ist  bei gesicherter Erstinfektion in der Frühschwangerschaft aber auch zu diskutieren, wie auch in den meisten unserer Nachbarländer in Europa.
Prophylaxe

Eine Impfung gibt es  noch nicht, ebensowenig eine  wirksame Prophylaxe, d.h. Schwangere, die in ansteckungsgefährdeten Bereichen arbeiten, sollten die Ansteckungswege wissen und sich entsprechend verhalten. Hierzu gehen Sie bitte auf die untenstehenden Links!
Evtl. großzügige Krankschreibung .

Sinnvoll, weil beruhigend, ist zu Beginn der Schwangerschaft die Abklärung auf Antikörper gegen CMV, also ob die Schwangere schon einmal eine CMV-Infektion durchgemacht hat  und damit Antikörper dagegen hat (normalerweise haben zwischen 50-60%  schon Antikörper )- oder eben nicht. Dann greifen die Vorsichtsmaßnahmen, die vor allem im ersten der Links (icon) geschildert sind. Diese Antikörperbestimmung aus dem Blut wird von den KrankenKassen nicht bezahlt ,wer hätt´s gedacht..., die reinen Laborkosten liegen um die 14.-€. Diese Laboruntersuchung ist aber genau so wichtig und empfehlenswert wie der Toxoplasmosetest, siehe dort.

 

  Links:

http://www.icon-cmv.de

http://www.dgk.de/web/dgk_content/de/cytomegalie_schwangerschaft.htm

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_141.html

http://www.roche.de/pharma/indikation/cytomegalie/infektion.html

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite178.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Zytomegalie

http://www.praxis-scheffer.de/CMV.html

 

  


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