Rauchen in der Schwangerschaft 

Rauchen in der Schwangerschaft 

Jede Zigarette, die Sie sich anstecken, setzt in ihrem Rauch über 4000 chemische Inhaltsstoffe frei (z.B. Teer, Benzol, Arsen, Cadmium, Blei, Blausäure, Kohlenmonoxid u.v.a.), etwa 350 bis 400 davon sind definitiv giftig und schädlich für Ihr Kind (und für Sie selbst). Über 40 davon zählen zu den Kanzerogenen, d.h. wahrscheinlich krebserregenden Substanzen.
Und um die so neue und so moderne Feinstaubdiskussion aufzugreifen:
Im Rauch einer einzigen Zigarette (!!!) wird so viel Feinstaub freigesetzt wie etwa  100 Minuten im Standgas laufender Dieselmotor (!!!!!), eine andere Untersuchung in einer hermetisch abgeschlossenen Garage ergab im Vergleich: 30 Minuten Dieselmotor im Standgas gegen Abbrennen von 3 Zigaretten in einem identischen Raum ergeben eine eine 10-fach höhere Feinstaubkonzentration bei den 3 Zigaretten!
Diese Zahlen muß man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen....Genaueres in den Links.
Man kann sich die Wirkung einer Zigarette auf die Placenta (Mutterkuchen) vielleicht besser vorstellen, wenn man sich folgenden zwar sehr groben, dennoch passenden Vergleich vorstellt: 
Unsere (der Erwachsenen) Blutgefäße sind auf ca. 80(-90) Jahre Lebenszeit "konstruiert", die der Placenta auf 9 Monate, also ganz grob verglichen etwa ein Hundertstel, sie durchleben ihr "Gefässleben" etwa 100 mal schneller. So wirken auch Gefässgifte wie Nikotin etwa 100-fach stärker in der Placenta im Vergleich auf die Gefässalterung und akute Gefässwirkungen als auf die Erwachsenengefässe. Was beim Erwachsenen eine Zigarette bewirkt, kann man sich an der Placenta so ähnlich vorstellen, wie wenn ein Erwachsener zusammen an einer langen Reihe von 100 Zigaretten auf einmal ziehen  und dies inhalieren würde, und danach würde er wahrscheinlich die Augen verdrehen und umfallen oder andere Kreislaufprobleme bekommen. Dies ist zugegebenermaßen ein sehr grober, aber anschaulicher Vergleich, jedoch trifft er in der Kernaussage für die Placentadurchblutung und der Auswirkung auf das ungeborene Kind ziemlich gut.

Folgende Auswirkungen kann Rauchen in der Schwangerschaft bei Ihrem Kind haben, auch noch nach der Geburt :

  •   Die Kinder sind öfter kleiner und leichter, z.T. untergewichtig 
  •   Häufigerer intrauteriner Fruchttod (Absterben im Mutterleib)  
  •   Häufiger auftretende spätere Intelligenzdefekte (!) 
  •   8 mal (!) häufiger "plötzlicher Kindstod" (SIDS
  •   öfter langdauernde Konzentrationsschwäche  (ADHS)
  •   häufiger hyperaktive Kinder/Zappelphilipps  (ADHS)  
  •   erhöhtes Risiko für spätere Leukämie und Lymphknotenkrebs
  •   später für die Kinder verdoppeltes Risiko einer Übergewichtigkeit/Fettsucht
  •   häufiger Allergien/Neurodermitis

Auch nach der Geburt und in den Jahren danach sind Kinder, deren Eltern rauchen oder die in einer Wohnung leben, in der geraucht wird, gefährdet, sie haben öfter

  •     Allergien und Neurodermitis 
  •     Bronchitis, evtl.Pseudokrupp
  •     allergisches Asthma  u.a.m.

Nach neueren Untersuchungen (Lancet 2008,371 Jay D. Iams) gehen etwa 25% des Frühgeburtsrisikos auf das Konto des Rauchens, genauso 5% der Säuglingssterblichkeit!

Und ganz neu vom April 2009: Auch der plötzliche Kindstod geht ganz erheblich auf das Konto des Rauchens!
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gynaekologie_aktuell_ploetzlicher_123909308749.htm

Weitere Informationen:

http://www.netdoktor.at/kinder/nikotin_schwangerschaft.shtml

http://www.fumercafaitdumal.ch/schwangerschaft.html

http://www.bips.uni-bremen.de/rauchen/

http://www.rauchfrei.de/schwangerschaft.htm

 http://www.gesundheit.de/familie/schwangerschaft-geburt/rauchen-in-der-schwangerschaft-gefahr-fuer-das-ungeborene-leben/

http://www.bmbf.de/press/1071.php

http://www.aerztekammer-bw.de/25/08laek/0312/05.pdf

http://www.eumom.com/de/Level1.asp?name=Medizinische+Infos&sessionID=

http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub

http://www.smokefreeliving.net/artikel_834.htm

http://www.mutterpass.de/go/mutterpass/s,showModuleObject3,9_q1klWYtB,cxW0_xC2cVW0_NrLn_
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direkte Telefonberatung und Hilfe erhalten sie auch beim
Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungsinstituts
Montags bis Freitags 15.00 bis 19.00
unter der Nummer
06221-424200

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