Thin-Prep 

Thin-Prep 

 Dies ist eine neue und deutlich verbesserte Methode der Zellgewinnung für einen Vorsorgeabstrich, hier zeigt sich erstmals seit vielen Jahren eine wirkliche Neuerung und effektive Verbesserung.
Die Methode heißt eigentlich "Thin-Prep - Monolayer-Technik", also Dünnschicht- Präparation mit weitgehend einzeln liegenden Zellen.
Nach der konventionellen Methode wird der Zellabstrich mit einem Wattetupfer oder Spatel und evtl. bei engem Cervixkanal mit einer speziellen Bürste (Cervix-brush) entnommen und auf einem Objektträger abgestrichen. Hier gibt es 2 Mankos:
1) nur etwa 20% der entnommenen Zellen verbleiben auf dem Objektträger, ca. 80% wandern in den Müll.
2) da es nicht möglich ist, die Zellen ohne Übereinanderlagerungen und teils in Schleimstreifen abzustreichen, kommt es auch bei guten Abstrichen zu Bezirken, die nicht oder nur eingeschränkt beurteilbar sind wegen der oft vielschichtigen Zellüberlagerungen. Zwar wird ein guter Frauenarzt sich bemühen, die Überlagerungszonen möglichst klein zu halten, aber ganz eliminierbar sind sie nicht.

Bei Thin-Prep werden die Zellen mit einem Spezialspatel aus Kunststoff entnommen, der auch hoch in den Gebärmutterhals hinaufreicht und auch von dort Zellen bringt. Diese Spatel werden dann in einer speziellen Spülflüssigkeit vollständig "ausgewaschen", d.h. daß fast alle der entnommenen Zellen auch in der Flüssigkeit sind. Dann allerdings wird es auch etwas komplizierter: Bei der konventionellen Methode sind die Zellen schon auf dem Objektträger, bei Thin-Prep schwimmen sie noch in der "Brühe" und müssen mittels eines etwas komplizierten Prozesses durch ein Mikrofilter "gesaugt" werden, das alle relevanten Zellen behält und das Unnötige wie Blut,Schleim und Bakterien durchläßt. Von hier aus werden die Zellen auf einen Objektträger aufgebracht und ähnlich wie der konventionelle Abstrich gefärbt.

Vorteile von Thin-Prep:

  • Ca. 80% aller entnommenen Zellen sind auf dem Objektträger gegenüber 20% konventionell
  • Die Zellen liegen weitgehend plan und ohne wesentliche Überlagerungen (allein schon durch die Aufschwemmung in der Flüssigkeit werden die meisten getrennt) und sind somit wesentlich besser beurteilbar.
  • falls erforderlich, kann aus dem verbliebenen Zellmaterial auch noch eine molekularbiologische Untersuchung z.B. auf HPV durchgeführt werden.

Fazit:

Deutlich bessere und sicherere Beurteilung von Krebsabstrichen vom Muttermund/Gebärmutterhals mit weniger Fehlermöglichkeiten durch nicht vorhandene oder nicht beurteilbare Zellen.

Thin-Prep ist, wie Sie sicher schon vermutet haben, keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, sondern IGEL-Leistung.

Links: 

http://www.pathology.unibe.ch/Diagn/zyto/zyt_thinprep.htm  (mit Beispielbildern)

http://www.gynomed.de/thinprep.html

http://www.labor-bo.de/456.0.html

http://www.frauenarzt-infos.de/Igel/

http://www.cytyc.com/women/women_cervical_cancer.shtml

http://www.labor-wagnerstibbe.de/download/Faltblatt_Mehr_Sicherheit_in_der_Krebsvorsorge.pdf

http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/zervix/839_02_HILLEMANNS.pdf

http://www.dieberatungspraxis.de/index.php?c=3&pos=4&hn=2&on=12&aid=117

 


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