Diaphragma

Diaphragma

Wirkung:

Das Diaphragma gehört (wie das Kondom) zu den Barrieremethoden.
Es sieht aus wie ein kleiner Gummihut (mexikanisch?, vielleicht auch Rappermütze?) (Durchmesser meist 60-90 mm) und wird  (bis max.2-3 Std.) vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt. Bei richtigem Sitz deckt es den Muttermund ab und bildet damit ein Hindernis für die Spermien, allerdings nur in Verbindung mit einem spermiziden Gel oder Creme.

Sicherheit: Bei richtiger Anwendung ist das Diaphragma in etwa so zuverlässig wie Kondome.
Aber hier ist schon das Problem: die "richtige Anwendung"
Die Sicherheit hängt ganz wesentlich von der richtigen Größe (wird meist vom Frauenarzt angepaßt) und vom richtigen Sitz ab. Sinnvoll können auch Kurse bei pro familia mit Anpassung und Üben des richtigen Einsetzens sein (siehe Link unten) .

Der Pearl-Index liegt (nur bei richtiger Anwendung!)  bei ca 2-7 . 

Anwendung:
  • Das Diaphragma muß vom hinteren Scheidengewölbe (Raum hinter dem Muttermund) bis vorn in die Nische hinter dem Schambein reichen.
  • Der Muttermund muß durch den Gummi vollständig bedeckt sein.
  • Das Diaphragma darf nur in Kombination mit einem spermiziden Gel verwendet werden (das gelegentlich alternativ empfohlene Citrogel ist untauglich ! ).
  • Zwischen dem Einsetzen des Diaphragmas und dem Verkehr sollten nicht mehr als 1-3 Stunden liegen.
  • Nach dem Verkehr muß das Diaphragma  mindestens 6-8 Stunden, aber nicht länger als 24 Stunden in der Scheide liegenbleiben!
  • nach ca. 2 Jahren ist das Gummimaterial gealtert und fertig, es muß ersetzt werden, also: neues Diaphragma
  • stärkere Gewichtsänderungen (>5 kg Änderung) oder eine gehabte Entbindung erfordern eine Überprüfung des anatomischen Sitzes des Diaphragmas, ggf. eine Neuanpassung!
  • wiederholter/mehrfacher Verkehr erfordert einen "Nachschuss" der spermiziden Creme mit einem beiliegenden Spezialapplikator.
Fehlermöglichkeiten:
  • der Sitz des Diaphragma wird schlechter nach deutlichen Gewichtsänderungen oder Entbindungen, Neuüberprüfung erforderlich! (s.o.)
  • mangelnde Übung der Anwenderin/falscher Sitz
  • nicht sicher spermizides (=spermienabtötendes) Gel wie z.B. Citrogel
  • mangelnde Pflege des Diaphragmas (Löcher/Gummialterung)
Vorteile:
  • muß nur bei Bedarf angewendet werden
  • wird von manchen Frauen geschätzt als wichtige Körper-Selbsterfahrung
  • hormonfrei
Nachteile:
  • kein  Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen, wobei den spermiziden Substanzen eine gewisse keimhemmende Wirkung nachgesagt wird, aber keineswegs sicher. 
  • nur sicher bei richtiger Anwendung (Muttermund muss getastet werden/richtiges Einsetzen)
  • muss vor einem (oder auch nicht) geplanten Verkehr eingesetzt werden.
  • die spermiziden Gele schmecken auf der Zunge furchtbar bitter, also ein echtes Handicap für Liebhaber des Cunnilingus.

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