Hormontherapie in den Wechseljahren

Hormontherapie in den Wechseljahren ist inzwischen zu einem emotional belasteten Streitthema geworden - das erste, was viele Frauen beim Wort "Hormone" denken, ist: aha, Brustkrebsrisiko, Herzinfarkt, Schlaganfall. Leider.
Denn die vielen Presseveröffentlichungen in den Laienmedien haben zu einer (wahrscheinlich gewollten) massiven Verunsicherung geführt.
Es gibt in der Tat Risiken, die mit einer Hormontherapie einhergehen, darunter auch ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko (siehe weiter im Text!). Was das Unfaire an all den Veröffentlichungen ist, ist eine einseitige Hervorhebung der Risiken durch die Hormontherapie, die in Riesenlettern angeprangert werden, und das Verschweigen der Risiken durch das ganz "normale tägliche Leben". Und - eine Hormontherapie niedrigdosiert (durch die Haut) und mit ausschliesslich naturidentischen Hormonen (also genau dem, was Ihr Körper über Jahrzehnte selbst hergestellt hat!) hat nach allen bisher vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt kein erhöhtes Brustkrebsrisiko!

Die Zahlen, jetzt nur das Brustkrebsrisiko betreffend, und nur betreffend die "schulmedizinische" Hormontherapie mit künstlichen Gelbkörperhormonen (die für das leicht erhöhte Risiko verantwortlich scheinen):

Basisrisiko für alle Frauen bis 70 Jahre
ohne Hormontherapie:                65 von 1000 Frauen bekommen Brustkrebs
5  Jahre  Hormontherapie:          2 zusätzliche Fälle
10 Jahre Hormontherapie:          6 zusätzliche Fälle
15 Jahre Hormontherapie:         12 zusätzliche Fälle

BMI 25-30 (Body-mass-Index)       15 zusätzliche Fälle - also schon mehr als 15 Jahre Hormone!
Siehe BMI-Rechner!
Rauchen:                                    23 zusätzliche Fälle -   also ca. doppelt soviel wie 15 Jahre Hormone
Bewegungsmangel:                  25 zusätzliche Fälle -   (Bewegungsmangel heißt hier: weniger als 2x/Woche 40 min.Ausdauerbewegung mit Schwitzen, also 2x/Wo=normal)
Alkohol >5 Gramm täglich:       25 zusätzliche Fälle -    s.o. ...
und hier staunen viele, wie viel oder wie wenig das ist: 1/4 ltr.Wein von 12% enthält 30 g Alkohol !!! (120 g im Liter), 1 Flasche Bier (Pils) 0,5 ltr. enthält 22-25 g Alkohol !!! 

Ich versuche, Sie gut und nach bestem Wissen und möglichst umfassend zu informieren, auch über Alternativen wie Phytotherapie oder Behandlung mit natürlichem Progesteron nach Dr. John Lee. Entscheiden müssen Sie selber.
Grundsätzlich gilt: bei wirklichen Beschwerden sollte man auf jeden Fall eine Therapie versuchen, natürlich unter Berücksichtigung etwaiger Risiken. Und man muß natürlich auch nicht gleich mit einer Hormontherapie beginnen. siehe hier:
Wenn es Ihnen besser geht mit einer Therapie, sollten Sie auch weiter therapieren, wenn die pflanzlichen Alternativen oder Progesteroncreme nicht ausreichen, kann man problemlos auch mit einer Hormontherapie beginnen.
Meine  Meinung ist, daß es nicht so viel Sinn macht, vor lauter Angst über lange Zeit zu leiden und deutliche Beschwerden zu haben zu Lasten von Lebensfreude und -Qualität aus lauter Angst vor Hormonen, wenn man auch wieder mit Freuden und ohne Beschwerden leben kann. Aber diese Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen....
Aber Sie können mich ja persönlich fragen, es gäbe hierzu noch viel zu reden, auch ist die Linkliste entsprechend groß und keineswegs vollständig).
Und beachten Sie, dass ich in der Praxis schon seit Jahren ausschliesslich naturidentische und durch die Haut bzw. Schleimhaut resorbierte Hormone verschreibe, also unter Vermeidung der Leberpassage mit ihren Risiken und notwendigen viel höheren Dosen. Und da gibt es nach heutiger Erkenntnis überhaupt kein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Siehe auch der Widerruf der Autoren der damals Angstmachenden WHI-Studie hier:

Links:     
                                         

http://www.medizinfo.de/annasusanna/wechseljahre/het/hormonersatztherapie.shtml

http://www.medichi.de/gesundheit-in-umstaenden/wechseljahre/130-hormone-und-wechseljahre.html

http://www.gesundheit.de/familie/frauengesundheit/wechseljahre/

http://www.medinfo.de/index.asp?r=408&thema=Hormontherapie+mit+%D6strogenen

http://www.gesundheitstrends.de/gesundheitstrends/aktuelletrends/progesteron.php

http://www.bvf.de/pdf/fachinfo/27.09.05_BVF_Pressemitteilung_HRT.pdf

upload/pdf/WHI-Studie_Autoren_sehen_Fehler_ein.pdf  Das ist der Widerruf der WHI-Autoren von April 2016

 

  


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